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Internationale Weihnachten bei Bio Futura

Zwischen Lebkuchen und Weihnachtsmärkten sind viele von uns bereits damit beschäftigt Pläne für die Weihnachtszeit zu schmieden. Der Ursprung des christlichen Fests wird in unterschiedlicher Weise in mehr als 160 Ländern gefeiert, und auch unter verschiedenen Namen wie z.B. „Family Day“. Weihnachten steht dann natürlich im Mittelpunkt. Drei Tage lang wird dann die Familie besucht, Geschenke verteilet und natürlich „lecker gegessen“. Während der eine traditionell im Familienkreis mit einem großen Abendessen feiert, sucht der andere den Schnee oder ein Ziel in der Sonne. Jeder hat eine andere Vorstellung und Idee von Weihnachten und es wird deshalb überall anders gefeiert. Zeit für uns mal die Traditionen und Pläne bei Bio Futura zu prüfen. Hier treffen viele verschiedene Nationalitäten aufeinander und unterschiedliche Kulturen sollten doch eigentlich auch bedeuten, dass das Weihnachtsfest anders gefeiert wird. Wir haben mal unsere Mitarbeiter gefragt, wie sie denn so Weihnachten feiern. Soviel darf verraten werden, das Ergebnis überrascht!

Astrid – Niederländisch  Wohnort: Schiedam - Buchhaltung

Wer mit einem Koch verheiratet ist, kennt leider keine Feiertage und auch Weihnachten ist hier keine Ausnahme. Aber mit zwei kleinen Töchtern im Alter von 6 und 4 Jahren bringt es sehr viel Spaß Weihnachten zu feiern. Am ersten Weihnachtstag (25.12.) feiert Astrid zusammen mit der kompletten Familie und sehr traditionell mit einem Gourmet Essen – jedoch „ leider ohne meinem Mann, da der ja arbeiten muss.“ Wenn er dann aber am 2. Weihnachtstag frei hat, fahren wir zu seiner Familie und feiern mit Geschenken, Wein und gutem Essen. Das Tüpfelchen auf dem i ist dann sein traditionelles Steak, dass nur er so perfekt hinbekommen kann. Anmerkung: In den Niederlanden kommt kein Weihnachtsmann, sondern der Nikolaus (Sinterklaas) für die Kinder, und das schon am 5.12. mit all den Geschenken. Weihnachten wird am 25.12. und 26.12. eher innerhalb der Familie mit kleineren Geschenke gefeiert, aber ohne Weihnachtsmann und Gedichten. Also genau anders als in Deutschland mit Nikolaus ☺

Olaf- Deutsch  Wohnort: Frechen - Vertrieb in Deutschland

Olaf ist unser Vertriebler in Deutschland. Seine Familie ist verstreut, einige leben in Frankreich. Trotzdem trifft sich die ganze Familie jedes Jahr woanders in Deutschland in einem gemieteten Haus, um zusammen Weihnachten zu feiern. Wir feiern Weihnachten auf traditionelle Weise. Am Heiligabend 24.12. bekommen die Kinder ihre Geschenke, die unter dem Weihnachtsbaum liegen. Vorher spielen wir aber mit Geige und Gitarre Weihnachtslieder und singen dazu. Wichtig für uns ist das Essen. Jeden Tag kocht eine Gruppe ein tolles Essen, nur am Heiligabend selbst haben wir als Tradition ein Fondue. Die französische Oma backt jedes Jahr einen besonderen Kuchen, der bôuche noël genannt wird. Dieser leckere Nachtisch wird normalerweise am 2. Weihnachtstag gegessen und besonders von den Kindern schon sehnsüchtig erwartet. Dieses Jahr sind wir im Sauerland, und mal sehen, vielleicht liegt ja auch Schnee dort. Weiße Weihnachten sind natürlich besonders schön!

Steffi -  Deutsch  Wohnort : Rotterdam – Deutscher Markt

Zusammen mit meiner Familie und meinem Mann (gerade frisch getraut) feiern wir Weihnachten normalerweise am 24.12. in Hamburg. Traditionell mit meiner kompletten Familie, und natürlich darf wie jedes Jahr Raclette nicht fehlen. Anfangs warten alle bis die Platten heiß werden und endlich begonnen werden kann und innerhalb von 30 Minuten ist dann alles vorbei und keiner kann sich mehr bewegen… Wenn es dann doch alle aufs Sofa geschafft haben, werden die Geschenke verteilt. Der Jüngste (20 Jahre) übernimmt hier die Verantwortung und ist für die Verteilung der Geschenke verantwortlich, da der Weihnachtsmann erst wieder bei Nachwuchs zu uns kommt. Nach diesem gemütlichen Teil folgt etwas Action und wir gehen mit Allen in den Club meines Bruders, um die Pfunde wieder abzutanzen. Dieses Jahr wird es allerdings anders und ich werde Weihnachten erstmals bei über 30 Grad feiern. Da wir die kirchliche Trauung in Chile am 17.12. haben, bleiben wir dort natürlich auch über Weihnachten und feiern erstmals mit der Familie meines Mannes, der Chilene ist. Ich bin mal gespannt wie in Chile gefeiert wird, auf jeden Fall ist Sonnencreme hier Pflicht ☺

Marije - Niederländisch  Wohnort: Rotterdam , Einkauf

Wie jedes Jahr wird erst im letzten Moment alles organisiert. Am 1. und 2. Weihnachtstag feiern wir traditionell mit der Familie und am 24.12. mit Freunden. Das bedeutet dann drei Abende hintereinander Essen, Trinken, Spielen und jede Menge Spaß. Jedes Jahr beginne ich die Weihnachtszeit in der Frühe mit Joggen. Frische Winterluft und etwas Bewegung tut gut, um das ständige Essen ertragen zu können! Obwohl die Weihnachtstage jedes Jahr den gleichen Ablauf haben, ist es jedes Mal eine Überraschung was wir essen. Jeder bereitet ein Gericht vor, aber es darf nicht dasselbe sein wie beim letzten Mal. Mein Vater ist jedes Jahr für das Hauptgericht zuständig, er liebt es zu kochen! Auch beim Abendessen mit Freunden haben wir hier dieselbe Tradition, und der Einfachheit halber benutzen wir Einweggeschirr, natürlich von Bio Futura. Unser Haus ist dann weihnachtlich dekoriert und ein Weihnachtsbaum darf natürlich nicht fehlen.

Aurelien- Französisch  Wohnort: Schiedam - Französischer Markt

Obwohl ich in den Niederlanden lebe, fahre ich jedes Jahr zu Weihnachten zu meinen Eltern nach Hause. Meine Eltern leben in Paris, aber wir feiern jedes Jahr in der Bretagne, an der Westküste von Frankreich. Wir haben am 24. Dezember ein familiäres Abendessen und am nächsten Morgen gibt’s dann die Geschenke. Beim Abendessen darf ein traditionelles französisches Gericht nicht fehlen. Lachs auf Toast, Truthahn mit Kastanien und zum Nachtisch eine "Bûche Glacée", ähnlich wie Viennetta Eiscreme. Das Abendessen dauert sehr „französisch“ immer etwa 4 bis 5 Stunden, und es ist nur wirklich erfolgreich, wenn sich keiner mehr rühren kann. Dieses Jahr weiß ich noch nicht, was ich Weihnachten machen werde. Wenn ich zu meinen Eltern fahre, werden wir in Paris feiern statt in der Bretagne. Und am 2. Weihnachtstag findet ein Festival in Amsterdam statt, das ich auch sehr gerne besuchen möchte. Also mal sehen für was ich mich entscheide werde… Die Essenz von Weihnachten ist für alle die Familie, daneben aber auch natürlich das „Essen“. Wir können Weihnachten kaum erwarten und zählen schon die Tage. Aber auch im Büro sind wir mit der Zeit zu einer „Bio Futura Familie“ zusammen gewachsen und auch hier wird traditionell gefeiert- ein wunderschönes Weihnachtsessen mit den Kollegen ☺

Kompostieren zu Hause, das sollte jeder mal probieren!

Beim Kompostieren von Abfall kreiert ihr eigentlich ein kleines Ökosystem. Bakterien, Schimmelpilze und Kleintiere wie Würmer und Schnecken wandeln Grünabfälle in eine nährstoffreiche Ressource für unsere Pflanzen um. Damit dieses Ökosystem funktionieren kann, wird ein bestimmtes  Verhältnis von Feuchtigkeit, Sauerstoff und Wärme benötigt. Was viele leider nicht wissen, ist, dass Ihr selber einen großen Teil des Kreislaufs schließen könnt. „Hauskompostierung“ klingt oft schwieriger, als es wirklich ist und ein großer Garten ist nicht mal unbedingt eine Notwendigkeit! Es sind verschiedene Kompostsysteme möglich, von denen einige im Haus oder auf dem Balkon angewendet werden können. Traditioneller Komposthaufen Hierfür ist natürlich ein Garten notwendig, da die Außenmasse mindestens 1,5 Meter in Höhe, Breite und Länge sein sollte. Die Box selbst kann man aus Holz, Drahtgeflecht oder Ästen selber herstellen. Stellt bitte stets sicher, dass der Behälter immer im direkten Kontakt mit dem Boden ist, da sonst kleine Tierchen und Bakterien den Kompost nicht erreichen können. Beachtet auch, dass der Kompost mindestens alle 6 Wochen umgesetzt werden muss, deswegen sollte der Behälter nicht allzu hoch sein. Eine andere Möglichkeit ist es eine Klappe anzubringen, durch die der Kompost vom Boden einfach nach oben geschichtet werden kann. Das Umschichten sorgt nicht nur für einen guten Kompost, sondern verhindert auch den Geruch.

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Beercycling

Das Roskilde Festival macht Bier aus Pisse What would Jesus do? Er machte Wein aus Wasser und die Dänen tun es ihm nach. Beercycling heißt das Zauberwort. Das Roskilde-Festival in Dänemark will aus dem Urin der Festivalbesucher Bier herstellen.

Blasendruck auf Festivals: eine echte Nahtoderfahrung. Wer schon mal auf einem Festival mitten im besten Part seiner Lieblingsband überlegt hat, ob das mit dem in die Flasche pullern nicht doch eine Alternative wäre, der kennt das. Jedes Jahr wird auf Festivals hektoliterweise Urin produziert. Dass man damit auch etwas sinnvolles anfangen kann, hat jetzt das Roskilde-Festival in Dänemark bewiesen.

#frompisstopilsner. So heißt laut dem Guardian die Kampagne mit der die Dänen die im Urin enthaltene Gerste nutzen wollen, um damit Pflanzen zu düngen. Wenn man die nämlich aus dem Pipi rausfiltert und nicht einfach so in die Natur entlässt, kann man damit etwas richtig sinnvolles anfangen. Das Ganze ist nicht nur gut für die Geruchssituation auf Festivals, sondern auch für die Umwelt. Wildschiffen verursacht jedes Jahr einen immensen Schaden an der Natur, gerade auf Festivals, wo die Konfirmandenbläschen auch mal zuhauf drücken können.

Quelle: BR Puls Bild: Pixabay

Resteboxen sollen Verschwendung von Essen stoppen

CIMG3824In Restaurants, Kantinen oder auf dem Volksfest - jährlich werden 23,6 Kilogramm Essen pro Gast weggeworfen. Mit der Aktion «Restlos genießen» will das Bundesernährungsministerium zusammen mit der Initiative «greentable» jetzt etwas gegen die Verschwendung unternehmen. Zunächst werden bundesweit 15 000 kompostierbare Reste-Boxen kostenfrei in Restaurants verteilt, kündigte die Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth in Hamburg an. Die Restaurants sollen künftig ihren Gästen aktiv anbieten, Reste einzupacken, sagte Marcus Ramster von «greentable». Und die Gäste sollen ermutigt werden, im Lokal nach dieser Möglichkeit zu fragen. Das Hamburger «Landhaus Scherrer», ein Gourmet-Haus an der Elbchaussee, ist das erste Restaurant, das die Boxen anbietet. Sternekoch und Hausherr Heinz O. Wehmann versteht sich als Wegbereiter der Nachhaltigkeit. «Die Reste-Box ist für uns nur der letzte Schritt». Schon vorher könne jedes Restaurant viel gegen die Verschwendung tun. «Wir werfen nichts weg.» Zum Beispiel? Aus einem ganzen Filet werde ein Medaillon, ein Filetgeschnetzeltes und ein Ragout. «Dazu gehört aber Fachwissen.» Die «greentable»-Gründer Matthias Tritsch und Marcus Ramster hoffen darauf, einen Mentalitätswandel anzustoßen. 1000 Restaurants in Hamburg hatten sie schon gefragt, nur eins wollte mitmachen, räumte Tritsch ein. Auch Flachsbarth befürchtet: «Wir müssen sicherlich dicke Bretter bohren.» Es gehe um die Wertschätzung für Lebensmittel. Die Reste-Boxen stammen von einem Hersteller in den Niederlanden. «Sie sind in der Kompostieranlage in acht Wochen verrottet», sagte Wolfgang Thole vom Unternehmen «biofutura». Die Aktion «Restlos genießen» ist Teil des Projekts «Zu gut für die Tonne» beim Bundesministerium. Dafür steht jährlich knapp eine Million Euro zur Verfügung.

In 2015 braucht jeder eine Biotonne

compostDie Deutschen sollen Obst- und Gemüsereste nicht mehr im Hausmüll entsorgen. Ab Januar gilt eine Sortierpflicht. Die Kosten für die getrennte Entsorgung werden wohl auf die Verbraucher abgewälzt. Es suppt. Es stinkt. Also lieber gleich ab damit in den Hausmüll. Bananen- und Möhrenschalen, vergammelte Tomaten und Essensreste separat zu sammeln ist oft beschwerlich. Aber ab 1. Januar gilt eine bundesweite Pflicht zum getrennten Sammeln von Bioabfällen. Hersteller kompostierbarer Beutel wittern ein großes Geschäft, um Millionen Verbrauchern das Sammeln zu erleichtern. Das 2012 in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz sieht vor, dass Bioabfälle "spätestens ab dem 1. Januar 2015 getrennt zu sammeln" sind. Laut Bundesumweltministerium haben 340 der etwa 400 Stadt- und Landkreise schon eine Biotonne eingeführt, aber mehrere Millionen Bürger in Deutschland haben noch keine Tonne oder anderweitige Optionen, um getrennt gesammelte Bioabfälle zu entsorgen. Zuständig sind die kommunalen Entsorger – die Länder müssen die Einhaltung des Gesetzes überwachen und notfalls einschreiten. Was soll die Vorgabe bringen? Da ist zum einen die Energiewende – Biomüll lässt sich zur Energieerzeugung in Biogasanlagen verwenden. Das kann auch den hohen Maisanteil mit all den negativen ökologischen Auswirkungen von Maismonokulturen etwas dämpfen. Millionen Tonnen Bioabfälle im Hausmüll Und Bioabfälle können als Dünge- oder Bodenverbesserungsmittel in der Landwirtschaft genutzt werden – und so herkömmlichen Dünger und Torf ersetzen. "Jeder Einzelne kann hier durch Mülltrennen einen Beitrag leisten", sagt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). "Aus Resten entstehen neue Möglichkeiten zur Nährstoff- und Energiegewinnung." Für den Absatz von Ökobeuteln ist eigens ein Lobbyverband gegründet worden. "Das Marktpotenzial von Bioabfallbeuteln würden wir grob geschätzt auf ungefähr 150 Millionen Beutel pro Jahr in Deutschland beziffern", sagt Katharina Hinse vom Verbund kompostierbare Produkte. Entscheidend ist für eine Zulassung die EU-Norm EN 13432. Sie legt fest, wie weit Beutel sich zersetzen und kompostierbar sein müssen. "Zurzeit befinden sich noch rund fünf Millionen Tonnen Bioabfälle im Hausmüll", meint Hinse. Und diese würden dann in der Regel in einer Müllverbrennungsanlage landen. "Bioabfallbeutel können dazu beitragen, dass mehr Bioabfälle getrennt über die Biotonne entsorgt werden." Bisher werden pro Jahr vier Millionen Tonnen Bioabfall eingesammelt. Das bedeutet, dass bisher pro Kopf in Deutschland noch über 62 Kilo an Gemüse-, Obst- und Essensresten und Gartenabfälle im normalen Müll landen könnten. Da schlummert also großes Potenzial. Zweifel an der Kompostierbarkeit der Müllbeutel Müll ist in Deutschland ein lukratives Geschäft, weil er in hohem Maße wiederverwertet wird, die Biomüll-Sammelpflicht ist der nächste Schritt. BASF hat in Ludwigshafen bereits eine Produktionsanlage mit einer Kapazität von 74.000 Tonnen kompostierbaren Kunststoffen im Jahr. In Modellversuchen, bei denen Haushalte Biobeutel ausgehändigt bekamen, wurden BASF zufolge 20 Prozent mehr Bioabfälle eingesammelt. Abfall wird zum zweiten großen Umweltproblem Aber es gibt Kritik, ob die Beutel wirklich geeignet und leicht abbaubar sind. Bestandteile sind biologisch abbaubarer Polyester, gemischt mit Maisstärke, Zellulose und Polymilchsäure. Hinse betont, bei Tests seien die Beutel nach "zwei Wochen Rotte nachweislich abgebaut" gewesen. Thomas Fischer von der Deutschen Umwelthilfe sieht das in der Praxis etwas anders. "Die Temperaturen von über 60 Grad und 90 Prozent Luftfeuchte schaffen viele Kompostanlagen gar nicht, sodass sie im Ergebnis Plastikfetzen im Kompost haben." Die Beutel könnten von Plastiktüten kaum auseinandergehalten werden. "Deshalb sortieren viele Kompostierer das gesamte Plastik noch vor dem Eingang in die Rotte heraus." Auch vor der Vergärung in Biogasanlagen müssten sie erst rausgesucht werden. Fischers Tipp: "Einen verschließbaren Bioabfalleimer mit Zeitungspapier auslegen." Eine andere Frage ist, ob Bürgern nun Gebührensteigerungen durch den neuen Aufwand drohen. Hier betonte die Bundesregierung jüngst auf eine Anfrage der Grünen, dass dies nicht ausgeschlossen werden kann. "Bei extrem dünn besiedelten Regionen können sich möglicherweise überproportionale Kosten- und Abfallgebührensteigerungen ergeben", hieß es. Das Bundesumweltministerium betont, dass mit entsprechender Öffentlichkeitsarbeit eine gute Qualität getrennt gesammelter Bioabfälle zu erreichen sei – "Fehlwürfe" sollen vermieden werden. Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE), der die privaten Entsorger vertritt, kritisierte zuletzt eine zu schleppende Umsetzung der Sammelpflicht. "Private Unternehmen sind gerne bereit, die notwendigen Investitionen zu tätigen, um eine Getrenntsammlung und Bioabfallverwertung zu realisieren", rührte Präsident Peter Kurth die Trommel für seine Unternehmen, um die Bioabfälle einzusammeln. Quelle: Die Welt (Von Georg Ismar) Bild: Bio Futura B.V.  

EU-Staaten begrenzen Verbrauch von Plastiktüten

Brüssel - Sie werden gekauft, meist nur einmal benutzt und dann weggeworfen: Plastiktüten gehören zu den größten Umweltproblemen der Industrieländer. Jetzt ergreift die EU Gegenmaßnahmen: Die Botschafter der 28 Mitgliedstaaten haben am Freitag in Brüssel geschlossen für das Vorhaben gestimmt, den Plastiktüten-Verbrauch zu begrenzen. Damit hat der zuvor ausgehandelte Kompromiss die letzte wichtige Hürde genommen. Die Staaten sollen nun entweder Gebühren oder Steuern auf die Beutel erheben oder konkrete Ziele zur Verminderung beschließen. Auch Verbote wären möglich. Europaweit soll der Jahresverbrauch leichter Plastiktüten schon bis 2019 um mehr als die Hälfte zurückgehen, von derzeit 200 auf 90 Tüten pro Kopf. Im Jahr 2025 sollen es dann nur noch 40 Stück sein. Alternativ könnten die Länder Plastiktüten verpflichtend mit einem Preis belegen. Das Ziel soll für jedes Land einzeln gelten. Iren am sparsamsten, Deutschland im Mittelfeld oceanpollutionEs geht dabei um die ganz normale Plastiktüte, die der Verbraucher an der Kasse erhält, sei es im Supermarkt, in der Modeboutique oder im Kaufhaus. Ausgenommen sind dünnwandige Tüten, in die etwa Frischfleisch, Wurst, Fisch oder auch Obst verpackt werden. Diese Ausnahme wird vor allem damit begründet, dass ein Verbot noch schädlichere Verpackungen wie Schalen aus Schaumstoff fördern könnte. Auch extrastarke Kunststofftaschen fallen nicht unter die Regelung. Zum Teil kosten Plastiktüten zwar heute schon geringe Centbeträge, vielerorts werden sie aber noch gratis abgegeben. Der Verbrauch ist von Land zu Land extrem unterschiedlich. Im Jahr 2010 hat laut einer Statistik des Europaparlaments jeder EU-Bürger im Durchschnitt 200 Tüten verbraucht. Am sparsamsten sind die Iren: Sie benötigen im Schnitt nur 20 Stück, darunter 18 Einwegtüten. Die Deutschen liegen im Mittelfeld, sie benutzen im Mittel 71 Tüten, davon 64 Einwegtaschen. In Dänemark und Finnland nutzen die Menschen 79 beziehungsweise 77 Tüten, davon nur vier Einwegtaschen. Die größten Verschwender sind Polen und Portugiesen, die insgesamt fast 500 Tüten pro Kopf und Jahr verbrauchen. Für die Umwelt ist das ein schweres Erbe. Plastiktaschen können nach Ansicht von Experten bis zu 450 Jahre fortbestehen. Kunststoff bildet nicht nur gigantische Müllteppiche auf dem Meer, sondern löst sich häufig auch in mikroskopisch kleine Teilchen auf, die dann Pflanzen und Tiere gefährden. Vögel und Fische verfangen sich in den Tüten oder fressen ungewollt ihre Reste. "In der Nordsee enthalten die Bäuche von 94 Prozent aller Vögel Plastik", heißt es in einer Information der EU-Kommission. In der Donau schwimmt mehr Plastik als Fisch, und sogar die Tiefsee ist inzwischen vermüllt. Einige kleinere Hürden müssen die Pläne zur Plastiktüten-Begrenzung nun noch nehmen. Am Montag soll der Umweltausschuss des Europaparlaments darüber abstimmen, ein Ja wird aber erwartet. Danach steht noch die formelle Annahme durch die Minister der EU-Staaten und das Plenum des Europaparlaments an. Dies alles dürfte bis zum Frühjahr geschehen. Quelle: Spiegel online Wissenschaft Bild: Pixabay

jeglichen Müll vermeiden

fennel-2617_640Vor zwei Jahren hat sich die New Yorkerin Lauren Singer dazu entschlossen jeglichen Müll zu vermeiden. Wie das funktioniert; welche Schwierigkeiten es bei Zero Waste gibt und welche Chancen daraus entstehen können hat sie in einem Artikel zusammengefasst. ‚Von Grün zu richtig Grün’ – so in etwa könnte man die Entwicklung von Lauren Singer zusammenfassen. Während ihres Studium der Umwelttechnik organisierte die überzeugte Aktivistin Proteste gegen Ölfirmen und Diskussionsveranstaltungen um beim privaten Einkauf doch immer wieder auf die kleinen, wenig umweltfreundlichen Fallen hereinzufallen, die sowohl bei den Produktverpackungen selbst als auch an der Supermarktkasse in Form von Plastik- oder Papiertüten lauern. Ihre Antwort: Zero Waste, sprich die konsequente Vermeidung jeglichen Mülls. Ein für Ungeübte durchaus aufwendiges Unterfangen heißt es doch nicht nur stets seine eigenen Einkaufstaschen bei sich zu haben und Supermarktprodukte in mitgebrachte Gläser umzufüllen sondern auch die täglichen Beauty- und Haushaltsprodukte selbst herzustellen und statt den neuesten Modefummeln zu kaufen auf Second Hand Clothing umzustellen. Aber wie heißt es so schön im Volksmund: ‚Der Mensch ist ein Gewohnheitstier’ und so resümiert die heute 23-jährige ihr seit zwei Jahren laufendes Experiment durchweg positiv. Neben deutlichen finanziellen Einsparungen und dem Wechsel zu lokal und ökologisch angebauten Lebensmitteln ohne Zusatzstoffe benennt sie eine neue Lebensqualität als wichtiges Resultat ihres Lebensstils. Mittlerweile hat sich daraus übrigens mit The Simply Co. ein kleiner Business für ein rein organisches Waschmittel ergeben. Wie Singers Zero Waste-Alltag aussieht könnt ihr auf ihrem ‚Trash is for Tossers’-Blog nachlesen. Quelle: Nachhaltigleben.de Bild: Pixabay [youtuber youtube='http://www.youtube.com/watch?v=XFpIZI0e8IA']

Frankreich will Plastiktüten verbieten

Die Franzosen verbrauchen beim Einkauf allein von Obst und Gemüse jährlich zwölf Milliarden Einweg-Plastiktüten. Die ökologischen Folgen sind verheerend. Die Regierung will das nicht länger hinnehmen und plant ein Verbot solcher Tüten. In Frankreich sollen Einweg-Plastiktüten in Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften verboten werden: Die Abgeordneten einer Parlamentskommission stimmten einer entsprechenden Vorlage der sozialistischen Regierung zu. Ab Januar 2016 sollen demnach solche Plastiktüten verboten sein, die nicht biologisch zersetzbar oder kompostierbar sind. Die Regelung zielt insbesondere auf Plastiktüten für Obst und Gemüse. In Frankreich ist bereits auf der Grundlage einer freiwilligen Vereinbarung des Handels die Zahl der Plastiktüten an den Kassen großer Supermärkte von 10,5 Milliarden im Jahr 2002 auf 700 Millionen im Jahr 2011 zurückgegangen. In der Vorlage der sozialistischen Regierung hieß es nun, dieser Weg müsse fortgesetzt werden, denn es würden pro Jahr immer noch fast fünf Milliarden Einweg-Plastiktüten an den Kassen und mehr als 12 Milliarden in den Obst- und Gemüseabteilungen des Handels verwendet. Die Regelung ist Teil eines Gesetzentwurfes, für dessen Lesung im Parlament noch kein Datum feststeht. Umweltministerin Ségolène Royal sprach mit Blick auf das geplante Verbot von "einem sehr wichtigen Schritt". Vielen sei nicht bewusst, welche Schäden die nicht biologisch abbaubaren Plastiktüten etwas durch die Verschmutzung der Meere und die Vergiftung von Fischen anrichteten. Sie verwies zudem darauf, dass im Bereich abbaubarer oder kompostierbarer Plastiktüten neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Händlerorganisationen zufolge wird das Verbot die Händler 300 Millionen Euro kosten und sich durch höhere Obst- und Gemüsepreise bemerkbar machen Quelle: N-Tv Bild: Pixabay

Plastik aus Bananen

Die Welt ist abhängig vom Kunststoff – mit fatalen Folgen: Plastikmüll verschmutzt die Meere, ein hoher Ölpreis verteuert die Herstellung. Immerhin: An überraschenden Ideen, diese Probleme zu lösen, mangelt es nicht. Denn wer hätte gedacht, dass sich Kunststoff auch aus Bananenschalen herstellen lässt? Bei der alljährlichen Google Science Fair, einem Online-Wissenschaftswettbewerb für Schüler zwischen 13 und 18 Jahren, präsentierte eine 16-jährige Schülerin aus Istanbul, Elif Bilgin, genau dies: [Weiterlesen] In ihrem schon zwei Jahre währenden Projekt beschäftigt sie sich mit der Verwendung von Bananenschalen in der Produktion von Bio-Kunststoff. Er soll als Ersatz für das herkömmliche, Erdöl-basierte Plastik dienen. Bilgin entwickelte zum einen ein Verfahren zur Herstellung des Plastiks aus Bananenschalen. Ein mögliches Einsatzgebiet: In der Isolierung von Kabeln. Auf die Idee brachte sie Plastik aus den Resten von Mangos – auch deren Stärke wird in der Kunststoffproduktion eingesetzt. banana-5734_640 Die Schülerin recherchierte, dass allein in Thailand – der Gegend aus der die Banane ursprünglich stammt – rund 200 Tonnen an Schalen pro Tag weggeworfen werden. Die Schale mache gut 30-40 Prozent einer Banane aus. Dieser Ausschuss könne wesentlich besser genutzt und weiterverwertet werden, dachte sie sich. Die Methode, die Bilgin erarbeitete, ist dabei so einfach, dass man die Experimente in einem einfach eingerichteten Labor oder auch zu Hause nachstellen kann – alles, was man braucht ist Chlorwasserstoff, Glycerin, Natronlauge und Natriumdisulfit. Manche der verwendeten Chemikalien sind zwar reizend, aber nicht extrem gefährlich. Begeistert hat das auch die Jury des mit 50.000 Dollar dotierten “Science in Action”-Preises, den Bilgin kürzlich gewann. Problem bei Bioplastik: Die Kompostierbarkeit Bisher gibt es vor allem Tüten und Folien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais-, Zuckerrüben-, oder Kartoffelstärke. Wer aber glaubt, dass Kunststoffe auf Biomasse-Basis eine neue Erfindung sind, der irrt: Der erste industriell produzierte Kunststoff (1869) war ein Biokunststoff – Celluloid. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten auf Erdölbasis gefertigten Kunststoffe erfunden. Ob Biokunststoffe aber wirklich so umweltfreundlich wie erwartet sind, ist umstritten. Dies belegt zum Beispiel die jüngste Studie des Bundesumweltamtes über Verpackungsmaterial aus Bio-Kunststoffen. Im Jahr 2011 wurde zudem gegen Danone, Aldi und REWE Anzeige wegen irreführender Werbung erstattet. Sie bewarben ihre Joghurtbecher und Einkaufstüten aus Polymilchsäure-basierten Kunststoffen als kompostierbar. Das heißt aber noch lange nicht, dass man sie einfach auf den Komposthaufen werfen kann: Viele Biokunststoffe zerfallen nur unter ganz spezifischen Bedingungen in Wasser und Kohlendioxid. Bedingungen, wie sie nur in einigen wenigen professionellen Kompostwerken herrschen. Daher landet das Bioplastik oft – zusammen mit den herkömmlichen Stoffen – in der Verbrennungsanlage. Ob auch dem Bananen-Kunststoff von Bilgin ein ähnliches Schicksal droht, bleibt abzuwarten. Quelle: Wirtschaftswoche Bild: Pixabay
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