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jeglichen Müll vermeiden

fennel-2617_640Vor zwei Jahren hat sich die New Yorkerin Lauren Singer dazu entschlossen jeglichen Müll zu vermeiden. Wie das funktioniert; welche Schwierigkeiten es bei Zero Waste gibt und welche Chancen daraus entstehen können hat sie in einem Artikel zusammengefasst. ‚Von Grün zu richtig Grün’ – so in etwa könnte man die Entwicklung von Lauren Singer zusammenfassen. Während ihres Studium der Umwelttechnik organisierte die überzeugte Aktivistin Proteste gegen Ölfirmen und Diskussionsveranstaltungen um beim privaten Einkauf doch immer wieder auf die kleinen, wenig umweltfreundlichen Fallen hereinzufallen, die sowohl bei den Produktverpackungen selbst als auch an der Supermarktkasse in Form von Plastik- oder Papiertüten lauern. Ihre Antwort: Zero Waste, sprich die konsequente Vermeidung jeglichen Mülls. Ein für Ungeübte durchaus aufwendiges Unterfangen heißt es doch nicht nur stets seine eigenen Einkaufstaschen bei sich zu haben und Supermarktprodukte in mitgebrachte Gläser umzufüllen sondern auch die täglichen Beauty- und Haushaltsprodukte selbst herzustellen und statt den neuesten Modefummeln zu kaufen auf Second Hand Clothing umzustellen. Aber wie heißt es so schön im Volksmund: ‚Der Mensch ist ein Gewohnheitstier’ und so resümiert die heute 23-jährige ihr seit zwei Jahren laufendes Experiment durchweg positiv. Neben deutlichen finanziellen Einsparungen und dem Wechsel zu lokal und ökologisch angebauten Lebensmitteln ohne Zusatzstoffe benennt sie eine neue Lebensqualität als wichtiges Resultat ihres Lebensstils. Mittlerweile hat sich daraus übrigens mit The Simply Co. ein kleiner Business für ein rein organisches Waschmittel ergeben. Wie Singers Zero Waste-Alltag aussieht könnt ihr auf ihrem ‚Trash is for Tossers’-Blog nachlesen. Quelle: Nachhaltigleben.de Bild: Pixabay [youtuber youtube='http://www.youtube.com/watch?v=XFpIZI0e8IA']

Frankreich will Plastiktüten verbieten

Die Franzosen verbrauchen beim Einkauf allein von Obst und Gemüse jährlich zwölf Milliarden Einweg-Plastiktüten. Die ökologischen Folgen sind verheerend. Die Regierung will das nicht länger hinnehmen und plant ein Verbot solcher Tüten. In Frankreich sollen Einweg-Plastiktüten in Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften verboten werden: Die Abgeordneten einer Parlamentskommission stimmten einer entsprechenden Vorlage der sozialistischen Regierung zu. Ab Januar 2016 sollen demnach solche Plastiktüten verboten sein, die nicht biologisch zersetzbar oder kompostierbar sind. Die Regelung zielt insbesondere auf Plastiktüten für Obst und Gemüse. In Frankreich ist bereits auf der Grundlage einer freiwilligen Vereinbarung des Handels die Zahl der Plastiktüten an den Kassen großer Supermärkte von 10,5 Milliarden im Jahr 2002 auf 700 Millionen im Jahr 2011 zurückgegangen. In der Vorlage der sozialistischen Regierung hieß es nun, dieser Weg müsse fortgesetzt werden, denn es würden pro Jahr immer noch fast fünf Milliarden Einweg-Plastiktüten an den Kassen und mehr als 12 Milliarden in den Obst- und Gemüseabteilungen des Handels verwendet. Die Regelung ist Teil eines Gesetzentwurfes, für dessen Lesung im Parlament noch kein Datum feststeht. Umweltministerin Ségolène Royal sprach mit Blick auf das geplante Verbot von "einem sehr wichtigen Schritt". Vielen sei nicht bewusst, welche Schäden die nicht biologisch abbaubaren Plastiktüten etwas durch die Verschmutzung der Meere und die Vergiftung von Fischen anrichteten. Sie verwies zudem darauf, dass im Bereich abbaubarer oder kompostierbarer Plastiktüten neue Arbeitsplätze entstehen könnten. Händlerorganisationen zufolge wird das Verbot die Händler 300 Millionen Euro kosten und sich durch höhere Obst- und Gemüsepreise bemerkbar machen Quelle: N-Tv Bild: Pixabay

Zwei millionen für Pilotprojekt

Sliderimage_boom Am Anfang schien es nur eine nette Idee eines idealistischen 18-Jährigen aus den Niederlanden: Was wäre, wenn riesige Schiffe im Meer Plastik aus dem Wasser fischten und den Kunststoff dann recycelten? Schließlich ist die Verschmutzung der Ozeane durch Plastik eines der großen Umweltprobleme unserer Zeit. Seit Boyan Slat seine Idee auf einer Innovationskonferenz im Jahr 2012 vorstellte, ist er zu einer Berühmtheit im Netz geworden (wir haben hier und hier über Slat berichtet). Vergangenes Jahr machte sich der mittlerweile 20-jährige Student zu einer Segelreise auf, um Wasserproben zu nehmen und erste Einzelteile seiner Technik zu testen. Das Ergebnis der Reise war eine mehr als 500 Seiten starke Machbarkeitsstudie, die Slat im Juni vorstellte. Kurz darauf begann er das Geld für ein erstes Pilotprojekt zu sammeln: zwei Millionen Dollar sollten zusammenkommen. Geld für saubere Meere Seine Idee: Riesige Filteranlagen, die er mit seinem Projekt The Ocean Cleanup an ganz bestimmten Stellen in Atlantik, Pazifik und dem indischen Ozean installieren möchte, sollen den Plastikmüll einfangen. Dabei sollen die am Meeresboden fixierten Plattformen mit ihren riesigen Auslegern, die als gewaltige Fangarme fungieren, von den Strömungen in den riesigen Gewässern profitieren. Diese verlaufen kreisförmig, was den im Wasser treibenden Müll in die ausgebreiteten Arme der Filteranlagen hineintreibt. Quelle: Wirtschaftswoche Green Bild: The Ocean Cleanup    

Plastik aus Bananen

Die Welt ist abhängig vom Kunststoff – mit fatalen Folgen: Plastikmüll verschmutzt die Meere, ein hoher Ölpreis verteuert die Herstellung. Immerhin: An überraschenden Ideen, diese Probleme zu lösen, mangelt es nicht. Denn wer hätte gedacht, dass sich Kunststoff auch aus Bananenschalen herstellen lässt? Bei der alljährlichen Google Science Fair, einem Online-Wissenschaftswettbewerb für Schüler zwischen 13 und 18 Jahren, präsentierte eine 16-jährige Schülerin aus Istanbul, Elif Bilgin, genau dies: [Weiterlesen] In ihrem schon zwei Jahre währenden Projekt beschäftigt sie sich mit der Verwendung von Bananenschalen in der Produktion von Bio-Kunststoff. Er soll als Ersatz für das herkömmliche, Erdöl-basierte Plastik dienen. Bilgin entwickelte zum einen ein Verfahren zur Herstellung des Plastiks aus Bananenschalen. Ein mögliches Einsatzgebiet: In der Isolierung von Kabeln. Auf die Idee brachte sie Plastik aus den Resten von Mangos – auch deren Stärke wird in der Kunststoffproduktion eingesetzt. banana-5734_640 Die Schülerin recherchierte, dass allein in Thailand – der Gegend aus der die Banane ursprünglich stammt – rund 200 Tonnen an Schalen pro Tag weggeworfen werden. Die Schale mache gut 30-40 Prozent einer Banane aus. Dieser Ausschuss könne wesentlich besser genutzt und weiterverwertet werden, dachte sie sich. Die Methode, die Bilgin erarbeitete, ist dabei so einfach, dass man die Experimente in einem einfach eingerichteten Labor oder auch zu Hause nachstellen kann – alles, was man braucht ist Chlorwasserstoff, Glycerin, Natronlauge und Natriumdisulfit. Manche der verwendeten Chemikalien sind zwar reizend, aber nicht extrem gefährlich. Begeistert hat das auch die Jury des mit 50.000 Dollar dotierten “Science in Action”-Preises, den Bilgin kürzlich gewann. Problem bei Bioplastik: Die Kompostierbarkeit Bisher gibt es vor allem Tüten und Folien aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais-, Zuckerrüben-, oder Kartoffelstärke. Wer aber glaubt, dass Kunststoffe auf Biomasse-Basis eine neue Erfindung sind, der irrt: Der erste industriell produzierte Kunststoff (1869) war ein Biokunststoff – Celluloid. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten auf Erdölbasis gefertigten Kunststoffe erfunden. Ob Biokunststoffe aber wirklich so umweltfreundlich wie erwartet sind, ist umstritten. Dies belegt zum Beispiel die jüngste Studie des Bundesumweltamtes über Verpackungsmaterial aus Bio-Kunststoffen. Im Jahr 2011 wurde zudem gegen Danone, Aldi und REWE Anzeige wegen irreführender Werbung erstattet. Sie bewarben ihre Joghurtbecher und Einkaufstüten aus Polymilchsäure-basierten Kunststoffen als kompostierbar. Das heißt aber noch lange nicht, dass man sie einfach auf den Komposthaufen werfen kann: Viele Biokunststoffe zerfallen nur unter ganz spezifischen Bedingungen in Wasser und Kohlendioxid. Bedingungen, wie sie nur in einigen wenigen professionellen Kompostwerken herrschen. Daher landet das Bioplastik oft – zusammen mit den herkömmlichen Stoffen – in der Verbrennungsanlage. Ob auch dem Bananen-Kunststoff von Bilgin ein ähnliches Schicksal droht, bleibt abzuwarten. Quelle: Wirtschaftswoche Bild: Pixabay

Bioplastik aus Tomatenresten

Ketchupriese Heinz und Autobauer Ford tüfteln gemeinsam an Bioplastik aus Tomatenfasern. Schilfgras im BMW, Hanf im VW und Löwenzahn im Autoreifen – die Liste der Biomaterialien, die heute schon in der Automobilindustrie verwendet werden, wird immer länger. Jetzt steigt auch der Ketchuphersteller Heinz mit ein. Gemeinsam mit dem Autobauer Ford erforscht Heinz den Einsatz von Tomaten-Resten als Rohstoff für biobasiertes Plastik. Ingenieure beider Unternehmen sehen viel Potential in Tomatenfasern, -kernen und -stängeln. Die in der Ketchupproduktion anfallenden Reststoffe könnten auch in Kabelhalterungen verwendet werden, ließ das Unternehmen mitteilen. Ziel ist es, den Einsatz der herkömmlichen Petrochemie zu reduzieren, bei der Erdgas und Erdöl zur Herstellung von Kunststoffen dienen. Ob das ausreicht, um weltweit Fahrzeuge mit Bio-Teilen auszustatten? An fehlendem Nachschub soll es jedenfalls nicht scheitern. Jährlich verarbeitet der Soßenmacher aus Pittsburgh mehr als zwei Millionen Tonnen der roten Beerenfrucht. „Wir untersuchen, ob sich dieses Nebenprodukt aus der Lebensmittelverarbeitung für Anwendungen im Automobilbau eignet“, sagt Ellen Lee von der Abteilung Plastics Research bei Ford Motor Company. „Unser Ziel ist es, ein stabiles und leichtes Material zu entwickeln, das die strengen Anforderungen in Fahrzeugen erfüllt und gleichzeitig die Umwelt entlastet.“ Mit der neuen Forschungskooperation will der Autobauer mit Sitz in Michigan seiner Nachhaltigkeitsstrategie bei der Fahrzeugfertigung Schub verleihen. Bereits vor zwei Jahren hat der weltweit fünftgrößte Autohersteller Ford Kooperationen mit verschiedenen global agierenden Firmen angestoßen. Das Ziel: einen PET-Kunststoff zu entwickeln, der zu 100 Prozent aus pflanzlichem Material besteht. Kooperationspartner sind neben Heinz auch Coca-Cola und Nike. Weitere biobasierte Produkte in Fordmodellen sind Verbundwerkstoffe aus Kokosfaser-Basis und Soja-Schaumstoffe im Sitzpolster. Ob Autobauer aus Umweltbewusstsein umdenken, bleibt dahingestellt. Denn gesetzliche Richtlinien legen fest, zu wie viel Prozent ein Auto wiederverwertbar sein muss. Ab 2015 sollen es in Europa laut EU-Maßgabe ganze 95 Prozent sein. Quelle: Laborwelt.de Bild: Pixabay

Klingt wie ein Traum?

Unsere Ozeane sind voller Plastikmüll, der in riesigen Strudeln umhertreibt und in immer kleinere Teile zerfällt. Das Plastik ist eine Gefahr für die Tierwelt und für uns. Ein 19-Jähriger hat eine Idee, wie wir das scheinbar unüberwindliche Problem lösen könnten. Und er meint es ernst. Es ist wirklich Zufall, dass Boyan Slats Hauptquartier in der DREAM Hall der TU Delft ist. Aber kein Ort könnte passender sein, steht das Akronym doch für Dream Realisation of Extremely Advanced Machines. Hier werden Träume nicht nur geträumt, sondern gebaut. Es ist laut in der riesigen Halle. Sägen kreischen, Bohrer dröhnen, Hämmer klappern, während die Studenten sich hier austoben und Maschinen bauen, die es noch nicht gibt. Slats Maschine ist aber selbst für dieses Ambiente eine Besonderheit. Sie ist 100 Kilometer groß, vier Kilometer tief und 317 Millionen Euro teuer. Die Dimension passt zur Aufgabe, soll sie doch eines der größten Probleme unserer Zeit lösen: die zunehmende Vermüllung unserer Ozeane mit Plastik. Slats sogenannter Ocean Cleanup Array ist eine gigantische Filteranlage für die Meere. Wenn sie fertig ist, besteht sie aus einer vollautomatisierten Sammelplattform, aus der v-förmig zwei lange Arme ins Wasser ragen. Jeder ist 50 Kilometer lang und besteht aus schwimmenden Segmenten. Sie halten eine mit Gewichten beschwerte Plane, die drei Meter ins Wasser ragt. Die gigantische Anordnung wird von einer ausgeklügelten Seiltechnik gespannt und am Meeresboden verankert. Das Maul des Vs ist 120 Grad weit geöffnet und exakt so ausgerichtet, dass die Meeresströmung das Wasser und mit ihm den Plastikmüll hineintreibt. Die gefangenen Partikel treiben unaufhaltsam zum Zentrum der Anlage und konzentrieren sich dort. Förderbänder und Schlammpumpen fischen sie aus dem Wasser, in einem Stahlbehälter werden sie vollautomatisch verdichtet und gespeichert, bis das Transportschiff kommt und den Müll abholt, alle 45 Tage einmal. Denn so lange dauert es nach Boyan Slats Berechnungen, bis der 3000 Kubikmeter große Speicher der Plattform wieder voll ist. Das gesammelte Plastik soll dann entweder recycelt oder in Öl umgewandelt werden. Klingt wie ein Traum? Vor knapp zwei Jahren war es das auch noch. Aber nun hält ein ziemlich müder Boyan Slat ein schweres, 528 Seiten dickes Buch in der Hand. Sein Titel: „Wie die Ozeane sich selbst reinigen können. Eine Machbarkeitsstudie“. Der Deckel ist aus buntem Kunststoff – recyceltes Plastik aus den Meeren. Slat hat mit einem Team von über einhundert Leuten ein Jahr Arbeit und zwei Millionen Euro in die Studie investiert, die zum Teil per Crowdfunding finanziert wurde. Sie soll beweisen, dass sein Traum kein Schaum ist. Rückblende: Es ist der 5. Oktober 2012. Nur wenige Meter von der DREAM Hall entfernt auf dem gewaltigen Campus der TU Delft steht ein Achtzehnjähriger auf der Bühne der Aula. Hier finden die TEDxDelft-Talks statt, die holländischen Ableger der renommierten TED-Vorträge, auf denen Visionäre ihre Ideen präsentieren. „Ideas worth spreading“ lautet der Slogan. Und Slats Idee wird sich sehr bald schon im Netz verbreiten, nachdem der Vortrag als Video erscheint. Die Geschichte nahm ihren Anfang, als er sich mit 16 Jahren im Tauchurlaub in Griechenland über die vielen Plastiktüten im Wasser ärgerte. Wie könnte man die Meere nur wieder sauber bekommen, fragte er sich. Die Idee der sich selbst reinigenden Ozeane hatte er in einem Schulprojekt, dann skizzierte er sie in einem Restaurant, klassisch auf einer Serviette. Und nun steht er hier, um sie zu präsentieren. Man sieht die großen grünen Augen kaum, die entfernt an Frodo den Hobbit erinnern. Seine Stirnhaare verdecken sie. Er hat ein weißes Hemd an, das er nicht in die Hose gesteckt hat. Dazu Puma-Schuhe. Er tritt unruhig von einem Fuß auf den anderen. „Ich war sehr aufgeregt“, erzählt Boyan Slat fast zwei Jahre später in der DREAM Hall. „Es war mein erster öffentlicher Vortrag überhaupt.“ Er beginnt ihn mit epischem Gestus und gefalteten Händen: „Once there was a stone age“, hebt er an, „...a bronze age...“, er öffnet die Hände und hebt die linke Hand. „And now we are in the middle of the plastic age.“ Und man sieht es – unsere Ozeane sind voller Plastikmüll. „Why don’t we just clean this up?“, fragt er. Slats TED-Vortrag schlug ein wie eine Bombe. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Video viral, mit bis heute 1,5 Millionen Aufrufen. Die anschließende Crowdfunding-Kampagne für die Machbarkeitsstudie sammelte 89000 Euro ein. Boyan Slat ist der Enkel des Plastikzeitalters, das nun schon seit 70 Jahren dauert. Seine Kehrseite ist der Müll, der mittlerweile überall in unseren Ozeanen schwappt. All die Einkaufstüten, PET-Flaschen, Verpackungen, die vom Winde verweht, illegal entsorgt, von Schiffen geworfen irgendwann im Meer landen und seine Bewohner gefährden. Fische, Delfine und Vögel halten den Kunststoff für Nahrung, fressen ihn, er verstopft ihre Mägen und Därme, die Tiere verenden. Die Plastikteile sind außerdem Transportmittel für gefährliche Passagiere. Mit ihnen reisen Algenblüten, Bakterien, und vor allem lagern sie Chemikalien wie PCB, DDT oder hormonell wirksame Weichmacher an. Quelle: Technology Review Bild: Pixabay

Technologien um den Erdölverbrauch zu reduzieren

Schätzungsweise werden jährlich rund 550 Millionen Liter Erdöl benötigt, um Toner für Drucker oder Kopierer herzustellen. Schon deswegen sind dringend Technologien gefragt, um den Erdölverbrauch zu reduzieren und Drucker insgesamt umweltfreundlicher werden zu lassen. Wie es anders geht, zeigt beispielsweise Konica Minolta. Mittlerweile verbaut der japanische Konzern fast zu 100 Prozent so genannte polymerisierte Toner - einer der höchsten Prozentsätze branchenweit. Diese Farbmittel verwenden ausgesprochen kleine Tonerpartikel, so dass bei gleicher Druckqualität weniger Ressourcen verbraucht werden. Zudem werden die Tonerpartikel bei niedrigerer Temperatur als bei herkömmlichen Tonern auf dem Papier fixiert, was wiederum die Energiekosten beim Drucken oder Kopieren senkt. Zudem setzt Konica Minolta bereits 10 Prozent Biomasse in seinen Simitri HD Tonern ein, was sich insbesondere beim Toner-Recycling positiv bemerkbar macht. Apropos Recycling: Ein spezielles Tonerrecyclingsystem sorgt schon beim Drucken dafür, dass nicht auf das Papier aufgetragener Toner direkt im Gerät recycelt wird und so beim nächsten Druckvorgang erneut verwendet werden kann. Quelle: Lovegreen Bild: Pixabay

Klamotten aus Bambus

Viskose wird in der Regel aus Zellulose, sprich aus Holzfasern gefertigt. Einen anderen Weg beschreitet ein österreichisches Unternehmen, das für die Viskose auf schnellwachsendes, umweltschonendes Bambusgras setzt. Zusätzlich bestehen die Klamotten aus zertifizierter Bio-Baumwolle aus der Türkei. Die Material-Kombination soll für einen angenehmen Tragekomfort sorgen und sich ähnlich wie Seide anfühlen. Die Damen- und Herrenshirts von nakedshirts werden nach den Arbeitsrichtlinien der Fair Wear Foundation zu 100 Prozent in der Türkei hergestellt und sind zertifiziert nach dem Umweltsiegel Öko-Tex Standard 100. Quelle: Lovegreen Bild: Pixabay

Leitungswasser statt Plastikflaschen

Wasser ist das Lebensmittel Nummer Eins und wird von uns nur allzu gerne in der leichten und praktischen Plastikflasche gekauft. Für das geschmacklose und farblose Wasser aus der Flasche legen wir gerne das Doppelte oder Dreifache auf den Tisch. Gesünder als Leitungswasser ist das Wasser aus Plastikflaschen nach Meinung von Experten in der Regel aber keineswegs. Für die Wellness- und Lifestyle-Idylle bezahlen wir aber trotzdem gerne und verursachen mit unserem Wasser aus der Plastikflasche ein ökologisches Desaster. Wer sein Trinkwasser vom heimischen Hahn zapft, der spart Geld und schont die Umwelt. [Weiterlesen] Der Verbrauch von Flaschenwasser boomt. 89 Milliarden Liter Wasser werden jährlich weltweit in Plastikflaschen abgefüllt. Alleine in den USA werden pro Sekunde 1500 Plastikflaschen(!) verbraucht. 80 Prozent dieser Flaschen werden nicht recycelt. In Deutschland sieht die Situation ähnlich dramatisch aus. 800 Millionen PET-Flaschen (1,5 l, 1 l und 0,5 l) sind pro Jahr in Deutschland im Umlauf. Weniger als 1/3 des deutschen Mineralwassers wird noch in Glasflaschen verkauft (60 Prozent wird in Plastikflaschen verkauft). Flaschenwasser ist teurer als Leitungswasser Kritiker von Flaschenwasser bezeichnen Flaschenwasser als einen der besten Marketingtricks unserer Zeit. Denn dass sich hinter der Bezeichnung „Tafelwasser“ ein extrem überteuertes, mit Kohlensäure und anderen Stoffen versetztes Leitungswasser verbirgt, ahnen die Wenigsten. Auch das übrige Flaschenwasser ist in der Regel um einiges teurer als das Leitungswasser. Zwei Liter Mineralwasser kosten im Durchschnitt einen Euro. Für den gleichen Euro bekommt man 200! Liter Leitungswasser. Abgesehen vom Preis sprechen vor allem ökologische Aspekte, in einigen Fällen sogar gesundheitliche Aspekte, für das Wasser aus der Leitung. Die Ökobilanz der Plastik-Flasche: Ein Desaster Flaschenwasser verursacht 90 bis zu 1.000 Mal mehr Umweltbelastungen als Leitungswasser. Bei Wasser aus Plastikflaschen fällt diese Ökobilanz noch viel verheerender aus. Denn hergestellt werden die praktischen PET-Flaschen aus Kunststoff, der wiederum aus Erdöl hergestellt wird. Der Transport des Flaschenwassers ist bei den in der Regel langen Lieferwegen zudem energieaufwendig und belastet die Umwelt (das gilt natürlich für die Glasflasche wie für die Plastikflasche). Recycling? – Fehlanzeige. Pfand bedeutet nicht gleich Recycling. Einwegflaschen sind ein klarer Trend - Mehrwegflaschen sind nach Erkenntnissen der Gesellschaft für Konsumforschung zunehmend out. Die Plastikflaschen werden nicht nur ins Ausland verschifft, sondern belasten zunehmend unsere Umwelt. Ganze 500 Jahre dauert es, bis Plastik zerfällt. Leitungswasser ist in der Regel genauso gesund wie Flaschenwasser Leitungswasser ist in der Regel genauso gesund wie das Wasser aus der Flasche – in einigen Fällen ist es sogar ratsamer, Leitungswasser zu trinken. Denn dass Plastik nicht gerade gesundheitsfördernd ist, haben jüngste Studien gezeigt. Abbauteile des Kunststoffs können in das Wasser übergehen und verändern nicht nur Geschmack, sondern auch die Zusammensetzung des Wassers. Plastikwasser weist nach jüngsten und auch älteren Studien hormonelle Belastungen auf. (Die Universität Frankfurt hat in einer Studie nachgewiesen, dass Mineralwasser aus Plastikflaschen mit hormonell wirksamen Substanzen belastet ist. Während Leitungswasser an vielen Orten der Welt keine Trinkwasserqualität hat, gilt Leitungswasser in Deutschland als das am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Die Mineral- und Tafelwasserverordnung schreibt weniger Grenzwerte vor als die Trinkwasserverordnung. So darf z. B. Leitungswasser nur 10 µg/ Liter Arsen enthalten, Mineralwasser bis zu 50 µg/ Liter. Mehr dazu finden Sie auch in dem Bericht „Rund um das Trinkwasser“ des Umweltbundesamts 2011. Leitungswasser filtern? Ob Wasserfilter nötig sind und wirklich den gewünschten Effekt erzielen - die Schadstoffe aus dem Wasser zu filtern - darüber gibt es verschiedene Meinungen. Vorsichtig sollte man aber auf jeden Fall bei Blei- oder Zinkrohren in Altbauten sein. Einen Wasser-Check bzgl. der Qualität des eigenen Leitungswassers kann man z.B. hier machen: www.wasser.de, www.umwelt-checks.de, www.inlabo.de. Quelle: Utopia Bild: PixaBay

Intelligente Mülleimer mit Solarzellen

Wozu benötigen Mülleimer einen Internet-Zugang und Solarzellen? Ganz einfach: Solarzellen auf der Oberseite eines innovativen Mülleimers nutzen das Sonnenlicht, um Strom zu erzeugen. Um damit den eingeworfenen Müll mit Hilfe einer Presse zu verdichten. Und ein integrierter Internet-Anschluss sorgt dafür, dass der intelligente Mülleimer sich bei der Stadtreinigung meldet, sobald er voll ist. Die Hansestadt Hamburg hat in den vergangenen Jahren den in den USA entwickelten Mülleimer Big Belly getestet und nun in der Innenstadt 160 dieser Müllschlucker aufgestellt. [Weiterlesen] Die Big Bellys ersetzen so 225 Standmülleimer, sorgen für ein sauberes Stadtbild und verlängern die Entleerungsphasen. Denn ein Big Belly kann Dank der vollautomatischen Presse bis zu sieben Mal mehr Müll schlucken als vergleichbare Mülleimer. Das spart Betriebskosten und durch die Konstruktion der Mülleimer, kann auch kein Abfall mehr herausfallen. Hamburg ist übrigens nicht die erste Stadt in Deutschland, die auf diese Technik setzt. Geräte dieser Art stehen unter anderem auch in Düsseldorf, Kiel und Münster. Mehr über den Big Belly zeigt das Video. Quelle: LoveGreen Bild: PixaBay
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