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Neuigkeiten

Nachhaltige Verpackungen im Jahr 2022 - Chancen trotz massiver Hürde

Die Verwerfungen in der globalen Verpackungsindustrie im Jahr 2021 - vor allem durch Covid - werden auch in diesem Jahr bestehen bleiben. Was genau passiert da? Was sind die Ursachen für diese Veränderungen? In diesem Artikel untersuchen wir die Entwicklungen sowie die Zukunftsaussichten.

Die Nachfrage nach Papier und Karton (mehr als ein Drittel des weltweiten Verpackungsmarktes von über 900 Milliarden Euro) steigt rasant an und wird auch in diesem Jahr das Angebot deutlich übersteigen. Dafür gibt es mehrere wichtige Triebkräfte: 

  1. Zunehmende Verwendung von Toilettenpapier in Schwellenländern wie Indien und China. Eine wachsende Mittelschicht, die mehr Toilettenpapier verbraucht, benötigt große Mengen an neuen und recycelten Fasern. 
  2. Die Covid-Pandemie hat zu einem Anstieg des weltweiten Verbrauchs von Toilettenpapier geführt. 
  3. Das europäische Verbot von Einwegplastik (SUPD) führt zu einer Verlagerung von Plastik zu Papier, Karton und Holzprodukten. 
  4. Während der Lockdowns wächst der ohnehin schon schnell wachsende Markt für Mahlzeiten zum Mitnehmen, zum Abholen und Lieferungen noch schneller. 
  5. Das Wachstum des Online-Shoppings hat sich während der Pandemie enorm beschleunigt. Allein in den Niederlanden wurden im Jahr 2020 524 Millionen Pakete zugestellt. Die Lieferboxen von Bol, Amazon und praktisch allen Online-Shops bestehen aus (recyceltem) Karton.

Die Folge von all dem ist eine ernsthafte Verknappung auf dem Weltmarkt für Papier und Pappe. Eine kurzfristige Erhöhung des Angebots ist relativ schwierig. Bewirtschaftete Wälder müssen ihre Größe beibehalten oder im Idealfall wachsen. Dies lässt sich nicht ohne weiteres kurzfristig erreichen. Außerdem liegt das Erntealter einer Birke oder Pappel für die Papierherstellung bei etwa 30 Jahren. Die Verwendung von Post-Consumer-Recyclingpapier ist eine sehr nachhaltige Wahl - allerdings sind die Recyclingquoten hier hoch, so dass diese Ressource bereits voll ausgeschöpft ist. 

Infolgedessen sind die Buchverlage gezwungen, die Veröffentlichung neuer Bücher entweder zu verzögern oder ganz einzustellen. Die Lieferzeiten für Papier und Pappe verlängern sich um viele Monate. Die Produkte sind über lange Zeiträume nicht lieferbar. Die Verarbeiter (die Zellstoff z. B. zu Pappbechern verarbeiten) müssen schnell entscheiden, um bestimmte Konditionen zu erhalten. Doch das ist oft unmöglich, da deren Kunden wiederum die Zustimmung ihrer Kunden benötigen. Es wird zu einem Sportmarkt mit volatilen Preisen. Die gleiche Knappheit und der gleiche Preisdruck gelten auch für (Bio-)Kunststoffe, Chemikalien, Klebstoffe und Pigmente. Alles Rohstoffe, die in Verpackungsprodukte einfließen. 

Hinzu kommen - milde ausgedrückt - große logistische Herausforderungen und Preissteigerungen. Die Kosten für die Verschiffung eines Containers von Asien nach Europa sind um das Fünffache gestiegen. Die Reedereien haben im Jahr 2021 mehr verdient als in den zwanzig Jahren zuvor, und die Kunden bestellen trotzdem weiter. Die Nachfrage bleibt bestehen, die Lagerbestände müssen aufgefüllt werden und die Produktion und Beschaffung kann nicht von heute auf morgen verlagert werden. Nicht zuletzt hat die Beschaffung aus Asien zu längeren Vorlaufzeiten, aber auch zu längeren Versandzeiten geführt, da die Häfen oft (teilweise) geschlossen sind oder Personalmangel herrscht (aufgrund lokaler Ausbrüche). 

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Unternehmen die Beschaffungsquellen von China zurück in die EU verlagern. Dies ist eine positive Entwicklung und spart sowohl Transportkosten als auch die Passage durch zwei stark frequentierte Seehäfen. Die regionalen Aussichten sind hier jedoch kaum besser. Personalknappheit, hohe Energiekosten und steigende Rohstoffpreise sorgen für einen zunehmenden Preisdruck. Einige Kartonagenfabriken (vor allem für Pappbecher) nehmen keine neuen Kunden mehr auf und sind für dieses Jahr bereits ausgebucht.

Tatsache ist, dass die EU-Gesetzgebung SUPD den Markt für nachhaltige Alternativen weiter stimuliert hat. Die Verwendung von umweltschädlichem Einwegplastik wird in hohem Maße zurückgefahren. Das ist eine gute Nachricht. Die EU-Kampagne zur Einführung dieses Programms verlief nicht gerade reibungslos und hat bei vielen Beteiligten für Verwirrung gesorgt. Am anschaulichsten sind die folgenden zwei Entwicklungen: 

1. Das "Schildkröten"-Logo hat sich ziemlich schnell zu einer festen Größe in den großen Märkten entwickelt. Es ist gut, das Bewusstsein dafür zu schärfen, und es stimmt natürlich, dass der 5%ige Anteil der (Bio-)Kunststoffbeschichtung eines Pappbechers dem Recycling nicht förderlich ist und im Abfall schädlich ist. Bio Futura hat akzeptiert, dass Biokunststoffe - trotz ihres Mehrwerts - in dieser Gesetzgebung den konventionellen Kunststoffen gleichgestellt werden. Das bedeutet, dass kompostierbare Pappbecher (mit PLA-Beschichtung) mit dem Schildkrötenlogo versehen werden müssen. Das schreckliche Logo und die zusätzlichen (Druck-)Kosten, die auf die Hersteller und ihre Kunden abgewälzt werden, haben die Entwicklung einer neuen Generation von "plastikfreien" Papierbechern ausgelöst. Die Schlüsselfrage lautet hier: Was genau ist ein Polymer oder ein Kunststoffbestandteil? Dies ist vor allem eine Frage der Definition, und wenn es sich nicht um einen strukturellen Bestandteil eines Produkts handelt, enthält das Produkt laut EU keinen Kunststoff. Infolgedessen taucht eine Welle von Papierbechern und Kartonverpackungen auf, die zwar fossile Zusätze enthalten (um ein Auslaufen zu verhindern), aber eigentlich als plastikfrei gekennzeichnet sind, da der Zusatzstoff nicht als struktureller Bestandteil des Produkts angesehen wird. Bio Futura unterstützt die Entwicklung von Pappbechern ohne Beschichtung, da diese Becher viel besser recycelbar und leichter als (heim)kompostierbar zu zertifizieren sind. Mehr Monomaterialien und eine bessere Recyclingfähigkeit von Verpackungen sind sehr zu begrüßen. Wir würden uns jedoch wünschen, dass biobasierte statt fossiler Zusatzstoffe verwendet werden, und sind diesbezüglich recht positiv gestimmt.

2. Eine weitere merkwürdige Entwicklung ist, dass Einwegprodukte (wie z. B. Besteck) plötzlich als "Mehrweg" bezeichnet werden. Möglicherweise wurde dem Löffel ein paar Prozent (Bio-)Kunststoff zugesetzt, aber eigentlich wurde nur das Etikett der Verpackung ersetzt. Bio Futura lehnt dieses Phänomen entschieden ab. Wir erwarten, dass jemand, der Einwegbesteck kauft und benutzt, dieses Produkt nicht plötzlich 20 Mal wiederverwendet und weiter abspült. Ganz zu schweigen davon, wenn das Besteck zusammen mit einer Mahlzeit zum Mitnehmen geliefert wird. Der Verbraucher wird es einfach nicht über einen langen Zeitraum hinweg wiederverwenden. Diese Entwicklung qualifiziert sich für regelrechtes "Greenwashing". Abgesehen davon, dass es keine gute Alternative für wiederverwendbares Besteck gibt, bremst es auch die Entwicklung echter nachhaltiger Alternativen und erneuerbarer Ressourcen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Knappheit und logistische Probleme zu weiteren Preissteigerungen und Inflation führen werden. Gleichzeitig sehen wir große Chancen, Verpackungen zum Mitnehmen nachhaltiger zu gestalten, eine regionale Produktion zu starten und eine ganz neue Generation von plastikfreien Verpackungen und Monomaterialien zu entwickeln.

Messe: Green World Tour - Köln 11. & 12. September

Bio Futura ist wieder auf Tour! 

Nach so viel Zeit können wir es nicht mehr abwarten wieder an einer Messe teilzunehmen und zwar die Nachhaltigkeitsmesse Green World Tour in Köln. Vom 11.09 bis zum 12.09 freuen wir uns Euch begrüßen zu dürfen. Thuy und Wolf stellen Euch gerne unser Angebot an nachhaltigen Verpackungen vor. Wir sehen uns bald am Standnummer: 7

Alle Infos auf:

Messe - Green World Tour

 

 

Next stop: Zero Waste Berlin (17.09-19.09)

Bio Futura 2021 ist wieder vollständig im Einsatz

Zunächst wünschen wir Ihnen alles Gute für 2021, das Jahr, in dem wir die Pandemie in den Griff bekommen und langsam unser altes Leben wieder aufnehmen. Wir werden uns in diesem Jahr Alle gemeinsam neu ausrichten. Wir hoffen aufrichtig, dass Ihr Unternehmen gedeiht oder wieder den Weg nach vorne findet. Nach der ersten Woche mit voller Kraft für unsere Lager- und Systemaktualisierungen sind wir nun mit dem vollständigen Sortiment kompostierbarer Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen für Sie bereit.

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Geschlossen: Bio Futura entwickelt sich weiter!

Als Unternehmen blicken wir nach vorne, versuchen uns kontinuierlich zu verbessern und uns an die gegenwärtigen Umstände anzupassen. Vor diesem Hintergrund haben wir im Oktober begonnen, einen größeren Teil unserer Produkte nur in vollen Kartons und nicht mehr in Einheiten anzubieten. Das positive Ergebnis dieses Tests und Ihr positives Kundenfeedback haben uns zu der Entscheidung gebracht, unser gesamtes Sortiment auf volle Karton Mengen umzustellen. Ab dem 1. Januar sind alle unsere Produkte nur noch per Karton erhältlich.

Große Veränderungen stehen an und fordern unsere volle Energie: Am 30. und 31. Dezember ist daher unser Webshop wegen Wartungsarbeiten geschlossen. Bestellungen können nicht aufgegeben oder bearbeitet werden. 

Am 1. Januar wird unser Webshop wieder geöffnet - dies unter neuen Voraussetzungen: in 2021 wird unser Webshop alle Artikel nur noch in vollen Kartons anbieten - wir schaffen die Einheiten ab. Bestellungen werden ab dem 11. Januar versandt - dies dann nur noch in vollen Kartons.

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Bio Futura startet eine Geschirr-linie biobasierter Mehrwegprodukte!

Bio Futura bietet seit über zehn Jahren eine breite Palette nachhaltiger Alternativen zu herkömmlichem Einweggeschirr aus Plastik. Daneben arbeiten wir immer auch an anderen Lösungen, die einen echten Kreislauf von sicheren und gesunden Rohstoffen garantieren. Entsprechend unserer Vision und Mission bieten wir nur kompostierbare Einwegartikel und Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen an, ohne Kompromisse bei der Qualität einzugehen. Gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden treiben wir den Übergang zu einer CO2-reduzierten Kreislaufwirtschaft aktiv voran, indem wir Plastikmüll vermeiden. Wir hören immer wieder von unseren Kunden, dass es durchaus auch Einsatzszenarien gibt in denen Mehrwegprodukte sinnvoll sein können. Es war also konsequent und an der Zeit, den Markt für biobasierte wiederverwendbare langlebige Güter in den Fokus zu nehmen. Diese neue Produktkategorie ermöglicht den Abschied von Kunststoffen auf Erdölbasis und passt perfekt zu unserer Vision und unserem Know-how.

 

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Aktuelle Informationen für unsere Kunden

Viele unserer Kunden machen sich große Sorgen um den Erhalt ihres Unternehmens. Wenn sie eine Lösung gefunden haben, trotz Schließungen, zum Beispiel mit Take Away, weiter zu machen, ist es dann die Herausforderung für uns, die dringend benötigte Ware an Ort und Stelle zu bekommen.

Eine Situation wie diese lässt sich nicht planen und der Verlauf der Pandemie von Asien nach Europa hat seit Februar auch Folgen für unsere Bestellungen und Lieferketten. Wir freuen uns, dass wir trotz dieser Schwierigkeiten mit Lager, Kundenservice und Logistik voll zur Verfügung stehen.

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COVID-19 stellt uns Alle vor große Herausforderungen

Wir sind ein buntgemischtes internationales Team und verfolgen naturgemäß die Entwicklung der COVID-19 Pandemie von Anfang an mit der gebotenen Ernsthaftigkeit.

Der wichtigste Gedanke, der uns im privaten wie auch unter Kollegen und im unternehmerischen Handeln leitet, ist die existentielle Notwendigkeit der Solidarität. Dies bedeutet ganz praktisch, dass wir beispielsweise unsere Stammkunden, die im Gesundheitssystem engagiert sind (Kliniken, Apotheken, Hilfsorganisationen, Essen auf Rädern, Tafeln etc….) nun aktiv darin unterstützen, Ihren Bedarf an Einweg-Verpackungen zu decken.

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Das Recycling von Kunststoffen aus den privaten Haushalte ist eine Katastrophe. Kann biobasiertes Plastik Teil der Lösung sein?

Das Recycling von Kunststoffen

Von den ‌8‌ ‌Milliarden‌ Tonnen‌ von ‌Kunststoffen, die seit ‌1950 hergestellt‌ wurden, sind  ‌ nicht einmal ‌10% ‌recycelt worden. Das Recycling von Kunststoffabfällen ist im Allgemeinen problematisch, aber dies betrifft im besonderen Maße die hochgradig verschmutzte, hochgradig zerkleinerte Masse der Plastikabfälle aus privaten Haushalten. Diese absurden Mengen zu etwas Nützlichem zu machen ist zu einer Herkulesaufgabe geworden. Da sich die globale ‌ Produktion ‌ von Kunststoff ‌‌ innerhalb ‌ der ‌ nächsten ‌ 15 ‌ Jahre ‌ verdoppeln wird, brauchen wir schnelle ‌ und ‌ konkrete ‌ Lösungen. Marginal ‌ gewinnt ‌ nicht ‌ werden ‌ wir ‌ nicht ‌ von ‌ dieser ‌ Wiederverwertung ‌ Mess.‌ ‌ Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, diese und biobasierte Materialien zu lösen.

 

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