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Unsere Sicht auf die Einwegrichtlinie der Europäischen Kommission

Die Menge an Plastikmüll in Ozeanen und Meeren wächst schnell und ist überall präsent. Am 28. Mai 2018 hat die Europäische Kommission ein umfassendes Maßnahmenpaket in der neuen Einweg-Richtlinie vorgelegt, mit dem die wichtigen Probleme der Umweltverschmutzung und der Meeresverschmutzung angegangen werden sollen. Zusätzliches Ziel ist es, die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Am 19. Dezember nun kam das EU-Verbot von Wegwerfprodukten aus Kunststoff unter Dach und Fach. Unterhändler des Europaparlaments und der EU-Staaten einigten sich in Brüssel auf die Einzelheiten.


Der Antrag
Die Europäische Kommission schlug im Mai 2018 neue EU-weite Vorschriften vor, die sich auf die zehn Einwegprodukte aus Kunststoff beziehen, die am häufigsten an Europas Stränden und in den Meeren zu finden sind, sowie auf verloren gegangene und aufgegebene Fischfanggeräte. Der Vorschlag hebt ab auf Artikel wie Plastikstrohhalme, Luftballonstäbe, Ohrstäbchen etc. und erlaubt als Alternative ausschließlich nachhaltige Materialien. Zudem wird eine Verbrauchsreduzierung von Plastikbechern, -tellern und -behältern zum einmaligen Gebrauch angestrebt. Weitere Maßnahmen zur Stärkung der Herstellerverantwortung werden im Bereich der Abfallbewirtschaftung und des Umweltbewusstseins eingeführt. Darüber hinaus erhält die Industrie Anreize, umweltfreundlichere Alternativen für diese Produkte zu entwickeln. Für bestimmte Produkte ist eine eindeutige und standardisierte Kennzeichnung erforderlich, aus der hervorgeht, wie Abfälle zu entsorgen sind, welche negativen Auswirkungen das Produkt auf die Umwelt hat und ob Kunststoffe in den Produkten vorhanden sind.

Maßnahmen
Es ist ein umfangreiches Maßnahmenpaket, da diese Art von Einwegprodukten zu Recht  als der größte Teil des Problems angesehen werden. Zusammen machen sie 70% aller Meeresverunreinigungen aus. Viele Plastikabfälle werden in die Ozeane gespült, wo es Jahrhunderte dauern kann, bis sie vollständig abgebaut sind - sie sammeln sich auch an Stränden, weltweit und auch in der EU. Kunststoffrückstände finden sich mittlerweile  in Meeresbewohnern wie Schildkröten, Robben, Walen und Vögeln, aber auch in Fischen und Schalentieren und gelangen damit schlussendlich ebenfalls in die Nahrungskette des Menschen. Kunststoffe sind praktisch, anpassungsfähig, nützlich und ein wirtschaftlich wertvoller Werkstoff - aber sie müssen besser verwendet, wiederverwendet und recycelt werden - für Einwegprodukte ist Kunststoff völlig ungeeignet!

Unsere Sicht
EU-Parlament und EU-Länder hatten die Pläne im Gesetzgebungsverfahren leicht verändert. Sie müssen die Einigung der Unterhändler noch offiziell bestätigen - das gilt allerdings als Formalie. In Kraft treten werden die Änderungen voraussichtlich in gut zwei Jahren.Da im ersten Schritt ein verantwortungsbewusster Umgang mit Produkten für den einmaligen Gebrauch von entscheidender Bedeutung ist, glauben wir, dass dieses Paket eine Chance für ein verändertes Verhalten der Verbraucher bietet. Alle unsere in Verkehr gebrachten Produkte bestehen aus nachwachsenden, biologisch abbaubaren und kompostierbaren (Roh-) Materialien wie Zuckerrohr, Palmblatt, Papier und Pappe. Wir unterstützen natürlich ebenso die gesetzgeberischen Leitlinien für verantwortungsbewusste Produktion und Verbrauch, zur Vermeidung von Abfall und zur Wiederverwertung von Rohstoffen. In diesem Sinne hoffen wir, dass bei der Umsetzung dieser Richtlinie der Schwerpunkt auf Alternativen aus nachhaltigen Materialien gelegt wird, um weiter das Bewusstsein der Verbraucher zu stärken und einen fruchtbaren Boden für Investitionen in Recycling- und Kompostierungsmöglichkeiten zu schaffen.

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